Für viele Unternehmen ist die jährliche Finanzplanung Herzstück der Unternehmensteuerung. Im Rahmen der Budgetierung und Mittelfristplanung werden die Ergebniserwartung für die nächsten Jahre festgelegt und Einzelbudgets für Kosten und Erlöse fixiert. Das Steering konkretisiert sich auf die Einhaltung der Budgetwerte und Abweichungen werden diskutiert. Das Manko ist jedoch oftmals, dass die Zielsetzungen nicht den langfristigen Performance-Ansprüchen genügen oder ambitionierte Ziele zwar formuliert, in weiterer Folge aber nicht ausreichend mit Initiativen hinterlegt werden. Dadurch bleiben Ziele unerfüllt und Unternehmensergebnisse hinter den Erwartungen. Viele Pläne müssen bereits frühzeitig in den Forecasts wieder relativiert werden. Dieses Defizit zeigt sich bereits in der Budgetierung, verstärkt sich jedoch weiter in der Mittelfristplanung. Nicht selten erreicht die langfristige Planung die geforderten finanziellen Ergebnisse, diese werden im Folgejahr jedoch wieder relativiert, wenn es gilt, den ursprünglichen Ausblick zu bestätigen. Der vorliegende Artikel adressiert diese Problematik und zeigt einen Lösungsweg, wie mit der konsequenten Einsteuerung von Top-Down-Zielen und der Entwicklung von strategischen Initiativen die Performance-Ansprüche nachhaltig abgesichert werden. Er bildet Teil 2 unserer 4-teiligen Artikelserie zum Thema „Business Performance-Management“ und bindet das operative Maßnahmen-Controlling des ersten Teils, in einen übergeordneten Steuerungsansatz ein.

