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Die letzten 100 Tage einer Führungskraft

ManagementSteuerrechtThomas SchneiderCFO-aktuell 2014, 150 - 153 Heft 4 v. 15.7.2014

Stellt der Heizer auf einer Dampflok seine Arbeit ein, fährt der Zug erst einmal weiter. Langsam, fast unmerklich verlangsamt sich das Tempo. Dauert es zu lange, bis wieder Kohle unter den Dampfkessel kommt, bleibt der Zug liegen. Selbst wenn dann wieder mit voller Kraft geheizt wird, dauert es lange, bis die ursprüngliche Geschwindigkeit wieder erreicht wird. Andere Züge können kaum und wenn nur unter großen Anstrengungen wieder eingeholt werden, vom Überholen kann keine Rede sein. Dieses Bild passt gut auf das Ausscheiden einer Führungskraft und die Übernahme der Verantwortung durch einen Nachfolger. Es ändert sich wenig, wenn die Aufgaben eine Woche nicht wahrgenommen werden, aber sehr viel, wenn diese länger als einen Monat liegenblieben. Werden die üblichen 100 Tage je als Zeitraum für die langsame Beendigung und die vollständige Übernahme der Aufgabe eingeräumt, vergeht mehr als ein halbes Jahr – eine zu lange Zeitspanne, um im dynamischen Wettbewerb nicht zurückzufallen. Die Aufgabe des Controllings im oben aufgezeigten Bild ist relativ einfach: dafür zu sorgen, dass der Kessel weiter unter Druck bliebt und der Zug, sprich das Unternehmen, nicht an Fahrt verliert.

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