Big Data ist heute in aller Munde. Kaum ein Tag ohne neuen Artikel oder neue Studie. Auf breiter Front wird das wirtschaftliche Potenzial von Big Data in Superlativen wie „industrielle Revolution“, „Daten – das neue Gold“, „gläserne Kunden“ oder „neue Dimension der Analytik und Prognose“ herausgestrichen. Die Potenziale werden mit bahnbrechenden Erfolgsstorys belegt. Abseits dieser ShowCases zeigt sich jedoch ein deutlich nüchterneres Bild. IT-Anbieter und Consultants suchen intensiv nach Einsatzgebieten, und Unternehmen fragen sich, welches Potenzial tatsächlich hinter dem Modewort Big Data steckt. Wir haben heute eine gute Vorstellung von dem, was in Zukunft möglich sein wird. Wir haben aber weniger klare Antworten auf die Frage der Konsequenzen. Auch Controller können sich dieser Frage nicht entziehen. Welche Konsequenzen hat Big Data auf das Unternehmen als Ganzes, auf einzelne Unternehmensfunktionen und auf den eigenen Job? Wird Big Data die Rolle des Controllers stärken oder schwächen? Wird Big Data lange gehegte Wünsche im Planungs- und Steuerungsprozess Realität werden lassen, oder entpuppt es sich als alter Wein in neuen Schläuchen? Dieses White Paper versucht, auf Basis des Dreamcar-Berichts der Ideenwerkstatt des Internationalen Controller Vereins (ICV), die möglichen Auswirkungen von Big Data auf das Controlling im Kontext eines zusehends komplexeren und weniger planbaren Wettbewerbsumfelds kritisch zu hinterfragen und die Position des ICV darzulegen.

