Bei kommerziellen Kreditvergaben vertrauen österreichische Banken immer häufiger auf sogenannte LMA-Kreditverträge. Dabei handelt es sich um standardisierte Musterverträge in englischer Sprache, die von der in London ansässigen Loan Market Association (LMA) erstellt und regelmäßig an die aktuellen Marktverhältnisse angepasst werden. Vorrangiger Zweck dieser – für den angelsächsischen Rechtsraum geschaffenen – Musterverträge ist es, im Bereich der Fremdkapitalfinanzierung einheitliche Standards zu etablieren und dadurch eine effiziente Abwicklung von Transaktionen mit hohen Volumina zu ermöglichen. Wenngleich die sehr umfangreichen Musterverträge (zumeist über 100 Seiten) der LMA aus österreichischer Sicht überschießend scheinen, erweitert deren Verwendung den Kreis möglicher Kreditgeber; so ist für nicht-österreichische Kreditinstitute der Abschluss eines – ihnen vertrauten – LMA-Kreditvertrags in der Regel Voraussetzung für ihre Beteiligung an einer Finanzierung.

