Der Preis für die dringend benötigten Rohstoffe war günstig. Das Angebot hatte nur einen Haken: Gleich zehn Prozent der Summe sollten auf ein Sonderkonto des Lieferanten fließen. Als zusätzliches Sahnehäubchen für ihn ganz persönlich, oder das Geschäft laufe mit der Konkurrenz. Nach kurzen Überlegungen zeichnete der Bereichsvorstand das Geschäft ab, das Geld floss, die Ware kam, und alle waren zufrieden. Bis eines Tages die Interne Revision (IR) von der Schmiergeldaffäre Wind bekam und den Vorstandschef alarmierte. Der handelte sofort. Er setzte den Bereichsvorstand vor die Tür, verklagte ihn auf Schadenersatz und beauftragte die Interne Revision, ihm Vorschläge zu unterbreiten, wie die Einkaufsabläufe künftig wasserdicht gemacht werden könnten.

