Rudolph Giuliani, ehemaliger New Yorker Bürgermeister mit Ambitionen auf das Präsidentenamt der USA, und Max Weber, einer der Mitbegründer der deutschen Soziologie, haben etwas gemeinsam: Beide lieben das Wort „Gefolgschaft". Giuliani etwa in seinem Buch „Leadership", wo er universelle Führungsregeln beschreibt. Und Weber, als er das Charisma der nüchternen bürokratischen Herrschaft entgegenstellte. Im Kern seiner Aussagen ist Weber ganz nah bei den Vordenkern der heutigen „Leadership". Wenn er etwa schreibt, dass es nur wenigen Führern gelänge, die zur Gefolgschaft nötigen emotionalen Bindungen herzustellen, dann könnte dies auch bei Daniel Goleman gestanden haben.

