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Produktivität durch baubetriebliche Innovation

DigitalisierungSteuerrechtOleksandr Melnyk, Leopold Winkler, Matthias Emlerbau-aktuell 2026, 145 - 152 Heft 3 v. 15.5.2026

Der vorliegende Teil 2 dieses Beitrags analysiert auf Basis einer systematischen Literaturauswertung im Teil 1 die zentralen Produktivitätstreiber der Bauwirtschaft auf den drei Aggregationsebenen Aktivität, Projekt und Branche. Dabei wird veranschaulicht, warum isolierte Maßnahmen auf Einzelebenen keine branchenweite Wirkung entfalten. Die Ursache hierfür liegt in einem strukturellen Diffusions- und Steuerungsproblem, welches durch das niedrige Digitalisierungsniveau in der fragmentierten Branche verstärkt wird. Als Antwort darauf entwickeln die Autoren einen dreigliedrigen Handlungsrahmen für eine integrale Innovationsstrategie: ein vierstufiges Wertemanagement-Framework zur projektübergreifenden Steuerung von Innovationsinitiativen, den return on innovation investment als bauwirtschaftsspezifisches Steuerungsinstrument jenseits des klassischen return on investment sowie konsequentes Wissensmanagement als Voraussetzung für die Skalierung von Einzelerfolgen zur branchenweiten Wirkung. Der Beitrag schlussfolgert, dass Innovation in der Bauwirtschaft nicht als Projekt, sondern als dauerhaft in der Betriebsorganisation verankerter Prozess begriffen werden muss.

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