Die präzise Bestimmung von Erdmassevolumina ist für die Bauplanung und Kostenschätzung von entscheidender Bedeutung. Während etablierte Verfahren (wie terrestrisches Laserscanning [TLS] und UAV-gestützte Fotogrammetrie) hohe Genauigkeit bieten, sind sie häufig durch hohe Kosten und regulatorische Auflagen eingeschränkt. In dieser Studie wird die 360-Grad-Fotogrammetrie mit einem hochwertigen TLS-System zur Volumenbestimmung von Bodenaufträgen auf einer Baustelle von etwa 1,6 Hektar verglichen. Die Datenerfassung erfolgte mit einer Sphärenkamera, montiert auf einem 3 m langen Handstick, unter Verwendung GNSS-gestützter Kontrollpunkte. TLS diente als Referenz aufgrund seiner nachgewiesenen Zuverlässigkeit und Genauigkeit bei der Vermessung von Erdmassen. Die Volumina der Baustellenaufträge wurden aus den Punktwolken beider Methoden berechnet. Die 360-Grad-Fotogrammetrie erwies sich als schnelle und kostengünstige Methode, wobei die Abweichungen der ermittelten Volumina innerhalb von etwa 2 % gegenüber den TLS-Ergebnissen lagen. Dies zeigt, dass handelsübliche 360-Grad-Kameras schnelle und ausreichend genaue Volumenschätzungen für die Vorplanung ermöglichen.

