Jahrzehntelang hatte die Führungsebene der Unternehmen bei ihren Entscheidungen in erster Linie den finanziellen Unternehmenserfolg im Blick zu haben. Insbesondere seit dem neuen Jahrtausend treten aber Gesichtspunkte in den Vordergrund, die sich aus grundlegenden ethischen Überlegungen ergeben und den Erhalt der Umwelt sowie eine sozial verträgliche Wertschöpfung zum Ziel haben. Der Faktor Nachhaltigkeit nimmt dabei die zentrale Position ein. Im Zeitalter der ESG-Richtlinien ist eine rein auf Gewinnoptimierung gerichtete Unternehmensstrategie nicht mehr vermittelbar. Nachhaltigkeit tritt nicht mehr nur als einer unter vielen Entscheidungsfaktoren auf, sondern ist – spätestens seit Verkündung der Grundsatzerklärungen des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) – zum dominierenden Gradmesser verantwortungsvollen unternehmerischen Wirtschaftens geworden.

