Oh je, schon wieder ein Buch zum Thema Führung – muss das sein? Ist nicht schon alles dreimal aufgeschrieben und von anderen fünfmal leicht umformuliert wiederholt worden? Der Gefahr möglicher Überflüssigkeit und Belanglosigkeit war sich offenbar auch Reinhard K. Sprenger bei der Neuauflage seines Klassikers „Radikal führen“ durchaus bewusst und übt sich nach eigenem Bekunden deshalb in der Kunst des Weglassens. Die „Top Ten der besten Führungsstile“ oder Ähnliches sucht man in seinem Buch daher vergeblich. Und der Leser ist dankbar dafür. Stattdessen führt uns Sprenger an die Wurzeln der Führung. Genau das ist mit „Radikal“ im Titel gemeint und genau das braucht es als Orientierung in einer hochkomplexen Zeit, in der sich Führung und Führungspersönlichkeiten bewähren müssen.

