Zusammenfassung: Der Beitrag beinhaltet eine in Deutschland durchgeführte empirische Studie, in der ua Vertreter kapitalmarktorientierter Unternehmen und Finanzanalysten im Hinblick auf deren Kenntnis über die in Deutschland geltenden gesetzlichen Regelungen zur Stärkung der Unternehmensintegrität und des Anlegerschutzes befragt wurden. Dabei wurde der Vergleich angestellt, inwieweit diese Vorschriften das Vertrauen der Kapitalmarktteilnehmer eher zu stärken scheinen als freiwillige Maßnahmen wie etwa die Einrichtung sog "Compliance-Systeme" oder des sog "Tone at the Top". Anhand der Studienergebnisse wurde ua aufgezeigt, ob gesetzliche oder aber freiwillig gesetzte Maßnahmen eher einen Einfluss auf das Verhalten von Entscheidungsträgern in Unternehmen und Finanzanalysten haben und ob aus Sicht der Befragten eine zusätzliche Aufsicht und Kontrolle oder aber die Offenlegung zusätzlicher unternehmensbezogener Informationen den Anlegerschutz und die Unternehmensintegrität nachhaltiger verbessern können.

