Damit die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses - sei es durch Kündigung, Entlassung oder Austritt - rechtswirksam werden kann, muss die entsprechende Beendigungserklärung dem Empfänger zugehen. Da es nach der Empfangstheorie auf die Möglichkeit der Kenntnisnahme ankommt, stellen sich in der Praxis zahlreiche rechtliche Fragen, insbesondere in Bezug auf schriftliche Beendigungserklärungen, die postalisch oder mittels elektronischer Kommunikationsmittel zugestellt werden. Der vorliegende Beitrag beleuchtet daher die zentralen Fragestellungen rund um den Zugang von Beendigungserklärungen im Arbeitsrecht. Ausgangspunkt ist eine kurze Darlegung der Empfangsbedürftigkeit einseitiger Willenserklärungen, bevor im Anschluss auf die Voraussetzungen des Zugangs bei mündlichen und schriftlichen Erklärungen im Detail eingegangen wird. Darüber hinaus werden die wichtigsten in der Praxis auftretenden Rechtsprobleme im Zusammenhang mit Krankheit, Urlaub und Beweislast behandelt.

