Öffentliche Stellenausschreibung
§ 35
(1) Die Stellen jener Ärzte, die eine öffentliche Krankenanstalt, eine Abteilung, eine Prosektur oder ein Ambulatorium in einer öffentlichen Krankenanstalt leiten oder als ständige Konsiliarärzte oder als Krankenhaushygieniker bestellt werden sollen, sowie die Stelle jener Apotheker, die mit der Leitung einer Anstaltsapotheke betraut werden oder als Konsiliarapotheker bestellt werden sollen, sind öffentlich auszuschreiben.
(2) Die im Abs. 1 bezeichneten offenen Stellen sind unter Angabe der bei der Anstellung zur Anwendung gelangenden Dienst- und Besoldungsvorschriften und der beizubringenden Unterlagen (Abs. 3) in der "Salzburger Landes-Zeitung" zu verlautbaren. Die Ärztekammer für Salzburg beziehungsweise die Österreichische Apothekerkammer sind von der Ausschreibung gesondert zu verständigen. Die Bewerbungsfrist muß mindestens sechs Wochen betragen.
(3) Die Bewerbungsgesuche um die offenen Stellen sind mit den erforderlichen Urkunden zum Nachweis des Alters und der Berechtigung zur Ausübung des ärztlichen bzw. Apothekerberufes nach den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften, gegebenenfalls mit dem Nachweis der fachlichen Qualifikation bzw. der Facharzteigenschaft sowie mit einem Lebenslauf, in dem besonders die medizinische Ausbildung und die bisherige Tätigkeit zu berücksichtigen sind, und bei Bewerbern, die nicht im öffentlichen Dienst stehen, mit einem amtsärztlichen Gesundheits- und einem polizeilichen Führungszeugnis zu belegen.
(4) Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hat der Rechtsträger der öffentlichen Krankenanstalt die Gesuche mit allen Unterlagen dem Landessanitätsrat zur Begutachtung zu übermitteln. Der Landessanitätsrat hat die Bewerber zu reihen und die Reihung der Bewerber eingehend zu begründen. Die Begründung hat sich auf die Eignung des Bewerbers zur angestrebten Stelle, auf die fachliche Qualifikation und auf die Befähigung für eine leitende ärztliche (pharmazeutische) Stelle zu erstrecken. Bei landeseigenen Krankenanstalten ist die Übereinstimmung mit dem Landes-Gleichbehandlungsgesetz, LGBl Nr 30/1996, und allfälligen Frauenförderplänen, bei gemeindeeigenen Krankenanstalten die Übereinstimmung mit dem Gemeinde- Gleichbehandlungsgesetz, LGBl Nr 7/1998, darzustellen. Das Gutachten mit den vorgelegten Unterlagen ist dem Rechtsträger der Krankenanstalt, eine weitere Ausfertigung des Gutachtens der Landesregierung zu übermitteln.
(5) Der Rechtsträger der öffentlichen Krankenanstalt hat bei der Besetzung der offenen Stellen nach Maßgabe der Bestimmungen des § 11 die Wahl unter den gereihten Bewerbern.
(6) Dem Antrage auf Genehmigung eines leitenden Arztes (Prosektors) gemäß § 11 Abs. 6 sind die Gesuche und Unterlagen aller Bewerber anzuschließen.
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