Artikel 3
Stabilitätsbeitrag der Länder
(1) Die Länder (einschließlich Wien) verpflichten sich, für die Jahre 2001 bis einschließlich 2004 einen Stabilitätsbeitrag in Form eines durchschnittlichen Haushaltsüberschusses nach ESVG 95 in Höhe von nicht unter 0,75% des BIP, jedenfalls aber jährlich 23 Milliarden Schilling (Mindestbeitrag), zum gesamtstaatlichen Konsolidierungspfad beizutragen.
(2) Die Stabilitätsbeiträge der einzelnen Länder zur Verpflichtung gemäß Abs. 1 werden wie folgt festgelegt (ordentliche Stabilitätsbeiträge der Länder):
| Spalte 1 | Spalte 2 | Spalte 3 | Spalte 4 | Spalte 5 |
Länder | Volkszahl 1991 | Vorweganteile bei der Quotenberechnung | Anteil am Mindestbeitrag | Anteil am Mindestbeitrag | Anteil an 0,75% des BIP |
| in % | in Mio. S | in Mio. S | in Mio. Euro | in % |
Burgenland | 3,47470 | 140 | 659,18 | 47,90 | 2,866 |
Kärnten | 7,02685 | 100 | 1 516,18 | 110,19 | 6,592 |
Niederösterreich | 18,90525 | 160 | 4 188,21 | 304,37 | 18,210 |
Oberösterreich | 17,10514 |
| 4 110,19 | 298,70 | 17,870 |
Salzburg | 6,18751 |
| 1 486,79 | 108,05 | 6,464 |
Steiermark | 15,19693 | 170 | 3 325,29 | 241,66 | 14,458 |
Tirol | 8,09937 |
| 1 946,19 | 141,44 | 8,462 |
Vorarlberg | 4,25194 |
| 1 021,70 | 74,25 | 4,442 |
Wien | 19,75231 |
| 4 746,27 | 344,92 | 20,636 |
Summe | 100,00000 | 570 | 23 000,00 | 1 671,48 | 100,000 |
(3) Das Ergebnis der Volkszählung 2001 ist bei der Berechnung der Stabilitätsbeiträge im Gleichklang mit der Anwendung des Ergebnisses der Volkszählung 2001 bei der Überweisung der Ertragsanteile gemäß dem Finanzausgleichsgesetz 2001 (FAG 2001), BGBl. I Nr. 3/2001, anzuwenden. Die Aufteilung des Mindestbetrages nach den Anteilen an der Volkszahl gemäß der Volkszählung 2001 ist bei den in Spalte 2 bezeichneten Ländern um die dort genannten Beträge zu verringern. Der sich sodann auf den Mindestbetrag ergebende Differenzbetrag ist durch Anpassung der Anteile aller anderen Länder im Verhältnis ihrer Volkszahlen zueinander auszugleichen.
(4) Unterschreitungen des ordentlichen jährlichen Stabilitätsbeitrages je Land bis zu einem Höchstbetrag, welcher sich aus dem Anteilsverhältnis gemäß Abs. 2 Spalte 5 in Verbindung mit Abs. 3 an insgesamt 0,15% des Mittelwertes des BIP der jeweils vergangenen Jahre des Geltungszeitraums dieser Vereinbarung ergibt, sind zulässig (verringerter Stabilitätsbeitrag), soweit dieser Höchstbetrag nicht schon in den Vorjahren ausgeschöpft und nicht ausgeglichen wurde. Der gesamte Unterschreitungsbetrag ist in den Folgejahren auszugleichen (erhöhter Stabilitätsbeitrag), so dass über den Geltungszeitraum dieser Vereinbarung zumindest der durchschnittliche ordentliche Stabilitätsbeitrag erreicht wird.
Zuletzt aktualisiert am
24.02.2025
Gesetzesnummer
20001750
Dokumentnummer
NOR40027911
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