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F. Rechtsbeziehung zwischen nahen Angehörigen (Varro)

Varro1. AuflMai 2025

1. Grundskepsis gegenüber Rechtsbeziehungen zwischen nahen Angehörigen

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Im Steuerrecht besteht seitens der Finanzverwaltung eine Grundskepsis gegenüber Rechtsbeziehungen zwischen nahen Angehörigen, insbesondere, wenn diese – aufgrund des progressiven Steuertarifs – in der Gesamtbetrachtung zu einer Steuerreduktion führen. Diese Skepsis widerspiegelt sich in der Judikatur, aber auch in den Richtlinien der Finanzverwaltung: „Rechtsbeziehungen zwischen nahen Angehörigen sind darauf hin zu untersuchen, ob Steuerpflichtige durch eine Art ‚Splitting‘ ihre Steuerbemessungsgrundlage mittels Absetzung von Betriebsausgaben oder Werbungskosten dadurch zu vermindern versuchen, dass sie nahen Angehörigen Teile ihres steuerpflichtigen Einkommens in Form von in Leistungsbeziehungen gekleideten Zahlungen zukommen lassen, mit deren Zufluss diese jedoch idR entweder gar keiner Steuerpflicht oder bloß einer niedrigeren Progression unterliegen.“3737EStR 2000 Rz 1127. Ebenso skeptisch der VwGH: „Der Grund für diese Anforderungen liegt vor allem darin, dass der in der Regel zwischen fremden Geschäftspartnern bestehende Interessengegensatz bei nahen Angehörigen auszuschließen ist und durch die rechtlichen

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Gestaltungsmöglichkeiten abweichend von den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten steuerliche Folgen willkürlich beeinflusst werden können.“
3838VwGH 2005/15/0118.

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