Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (World Commission on Environment and Development – WCED) wurde 1983 von den Vereinten Nationen mit dem Auftrag gegründet, die Perspektiven einer langfristigen, umweltverträglichen und globalen Entwicklung zu untersuchen („A global agenda for change“). Ein Sachverständigenrat unter dem Vorsitz von Gro Harlem Brundtland, Ministerpräsidentin von Norwegen, erarbeitete einen gemeinsamen Bericht, der im April 1987 mit dem Titel Our Common Future1 veröffentlicht wurde. Dieser sogenannte Brundtland Bericht beschreibt erstmals die Merkmale für eine nachhaltige Entwicklung als „[...] eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“.2

