Das Prinzip der „Nachhaltigkeit“ wurde ursprünglich als forstwirtschaftliche Antithese zum auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder als das Prinzip der „nachhaltenden Nutzung“ ausformuliert.164 Mittlerweile ist der Begriff leicht modifiziert und fester Bestandteil des wirtschaftlichen Sprachgebrauchs geworden. Seine Bedeutung reicht von der schlichten Langfristigkeit bis hin zu konkreten umweltpolitischen Zielsetzungen, wie die Bekämpfung des Klimawandels, die Erhaltung der Biodiversität (= Artenvielfalt, Vielfalt der Ökosysteme und genetische Vielfalt)165, die Reduktion von Energieverbrauch oder die Forcierung einer CO2-neutralen Wirtschaft. Aus wirtschaftsstrategischer Sicht wird Nachhaltigkeit als dreiseitiges Zieldreieck verstanden, das „Ökonomie“, „Ökologie“ und „Soziales“ zur Wahrung der inter- und intragenerativen Gerechtigkeit berücksichtigt.166

