Die folgende Untersuchung beschränkt sich auf eine überblicksmäßige systematische Wiedergabe der Rechtsprechung aus Luxemburg im Bereich des Unionsmarkenrechts im Jahr 2019. Die Entwicklung der letzten Jahre hält an,<i>Schramek</i> in <i>Staudegger/Thiele</i> (Hrsg), Geistiges Eigentum (2020) Neues zur Unionsmarke aus Alicante und Luxemburg, Seite 161 Seite 161
der Anteil der neu eingegangenen Rechtssachen im Bereich des geistigen Eigentums ist nach wie vor hoch und liegt bei rund einem Drittel aller Rechtssachen. Die Mehrzahl der Verfahren betrifft Mehrparteienverfahren. Um sich die Fülle von Urteilen ein wenig zu veranschaulichen reicht ein Blick auf ein Arbeitsdokument das Amtes, welches nur die Fundstellen der Gerichtsurteile auflistet: Dieses beträgt mittlerweile rund 230 Seiten! Durch eine Änderung der Verfahrensvorschriften des EuGH wird es in Zukunft weniger Urteile in Marken und Mustersachen geben, die sich in der Sache mit Rechtsmitteln auseinandersetzen. Nur mehr in denjenigen Fällen, in denen eine unionsrechtlich bedeutsame Rechtsfrage vorliegt, wird es eine Entscheidung in der Sache in Rechtsmittelverfahren vor dem EuGH geben.