IPR-Normen bestehen regelmäßig aus zwei Bestandteilen: Teil 1 = Anknüpfungsgegenstand (Anknüpfungsbegriff), Teil 2 = Anknüpfungspunkt (Anknüpfungsmoment).24 Nur wenn beide richtig ausgelegt werden, gelangt man zum anzuwendenden Recht. Zunächst muss die betreffende materielle Rechtsfrage, die der Jurist/die Juristin beantworten möchte, einem bestimmten Anknüpfungsgegenstand zugeordnet werden. Ist der richtige Anknüpfungsgegenstand und damit die richtige IPR-Regel gefunden, gilt es den Anknüpfungspunkt dieser IPR-Regel zur Geltung zu bringen.