Eine einheitliche Definition für den Terminus „Organisierte Kriminalität“ gibt es nicht108. Die Definitionsprobleme ergeben sich weniger aus dem Wort Kriminalität - in der Gesellschaft gibt es kaum Zweifel daran, welche Verhaltensweisen darunter fallen -, sondern viel mehr daraus, ab wann eine kriminelle Gruppe „organisiert“ ist109. Einigkeit herrscht weitestgehend darüber, dass Organisierte Kriminalität wegen ihrer Ausrichtung nach ökonomischen Kriterien mit betriebswirtschaftlichen Strukturen legaler Wirtschaftsunternehmen vergleichbar ist110. In der Regel folgen die Strukturen einem dreistufigen Aufbau. An der Spitze steht die Führungsebene - zumeist ein „Pate“ mit engen Vertrauten -, welche die Aktivitäten der Gruppe leitet. Auf der Stufe unterhalb folgt eine breite Managementebene, die Organisations- und Koordinationsaufgaben wahrnimmt. Die Basis - also die Arbeits- und Ausführungsebene - wird von den Straftätern im klassischen Sinn gebildet111. Was der österreichische Gesetzgeber unter Seite 19

