VwGH Fe 2020/05/0001

VwGHFe 2020/05/000129.1.2021

Rechtssatz

Der Bürgermeister als Verwaltungsbehörde hat von dem im Zeitpunkt der Erlassung seines Bescheides geltenden Flächenwidmungsplan auszugehen (vgl. VwGH 25.2.2010, 2005/06/0252). Als Verwaltungsbehörde war der Bürgermeister im Baubewilligungsverfahren an den Flächenwidmungsplan, eine Verordnung, gebunden, und er hatte als Bürgermeister auch keine Möglichkeit - selbst bei Bedenken -, diese Verordnung vor dem VfGH anzufechten (vgl. Art. 89 und Art. 139 B-VG; vgl. dazu auch VwGH 17.12.1982, 82/02/0164; 8.9.1995, 95/02/0194; 24.2.2005, 2003/07/0171, 2004/07/0001; 21.8.2014, 2013/17/0857; vgl. zur Anfechtungsmöglichkeit vor dem VfGH aus jüngster Zeit auch die Erkenntnisse des VfGH vom 26.6.2019, V 45/2018, und vom 28.6.2017, V 4/2017).

L37153 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Niederösterreich — L80003 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Niederösterreich — L82000 Bauordnung — L82003 Bauordnung Niederösterreich — Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Baubewilligung BauRallg6 Planung Widmung BauRallg3

 

Normen

BauO NÖ 1996 §20
BauO NÖ 1996 §23
BauRallg
B-VG Art139
B-VG Art89
ROG NÖ 1976 §15 Abs3
VwRallg

Dokumentnummer

JWR_2020050001_20210129H07

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