European Case Law Identifier: ECLI:AT:OGH0002:2025:0060OB00218.24P.0507.000
Rechtsgebiet: Zivilrecht
Spruch:
Der Antrag wird gemäß § 44 JN an das Bezirksgericht Wiener Neustadt zu AZ 2 C 932/23x überwiesen.
Begründung:
Rechtliche Beurteilung
[1] Das Prozessgericht im Sinne des § 387 Abs 1 EO ist immer ein Gericht erster Instanz. Das Erstgericht bleibt zuständig, auch wenn die Hauptsache inzwischen vom Berufungsgericht behandelt wird (7 Ob 287/00g, SZ 73/206 = RdW 2001/507, 471 [beim Berufungsgericht eingebrachter Antrag]; G. Kodek in Deixler‑Hübner, EO § 387 Rz 37 [36. Lfg 2022]; E. Kodek in Angst/Oberhammer, EO³ § 387 EO Rz 2 [Stand 1. 7. 2015, rdb.at]; Dobler/Weber in Garber/Simotta, EO, § 387 Rz 1; Heller/Berger/Stix, EO4 III 2815; Zechner, Einstweilige Verfügung 206; aA Holzhammer, ZVR4 443 und Rechberger/Simotta, Exekutionsverfahren2 [1992] Rz 938).
[2] Wird ein Antrag im Exekutionsverfahren beim unzuständigen Gericht eingebracht, ist er gemäß § 44 JN an das zuständige Gericht zu überweisen.
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