OGH 9Ob92/25g; 1Ob117/25z; 1Ob116/25b; 1Ob131/25h; 5Ob120/25w; 4Ob198/25h; 5Ob24/26d (RS0142713)

OGH9Ob92/25g; 1Ob117/25z; 1Ob116/25b; 1Ob131/25h; 5Ob120/25w; 4Ob198/25h; 5Ob24/26d16.6.2026

Rechtssatz

Ein Rechtsirrtum wegen mangelnder Kenntnis des Verbots einer Abschalteinrichtung gemäß Art 5 Abs 2 iVm Art 3 Z 10 VO 715/2007/EG kann aufgrund unionsrechtlicher Vorgaben nicht geltend gemacht werden ("Diesel-Abgasskandal").

Abschalteinrichtung — Rechtsirrtum — Verbotsirrtum — Dieselskandal — Abgasskandal

 

Normen

ABGB §2
ABGB §1294
ABGB §1295
Verordnung (EG) 715/2007 Art3 Z10
Verordnung (EG) 715/2007 Art5 Abs2

9 Ob 92/25gOGH26.08.2025
1 Ob 117/25zOGH16.12.2025
1 Ob 116/25bOGH11.11.2025
1 Ob 131/25hOGH11.11.2025

Beisatz: Wenn nicht einmal das Vertrauen auf eine von der Typgenehmigungsbehörde in Kenntnis der Abgasstrategie erteilte Genehmigung als Entlastungsbeweis zuzulassen ist, kann die Beklagte auch nicht der sinngemäße Einwand entlasten, sie habe zwar nicht der Typgenehmigungsbehörde, wohl aber einer (für die EG-Typgenehmigung gerade nicht zuständigen) externen Prüfstelle die Funktionsweise ihres Emissionskontrollsystems offengelegt und auf deren Expertise vertraut. (T1)

5 Ob 120/25wOGH12.03.2026

Beisatz wie T1

4 Ob 198/25hOGH26.03.2026
5 Ob 24/26dOGH16.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20250826_OGH0002_0090OB00092_25G0000_000

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