OGH Bkd50/79; Bkd72/83; Bkd33/85; Bkd7/90; (RS0055569)

OGHBkd50/79; Bkd72/83; Bkd33/85; Bkd7/90;21.1.2026

Rechtssatz

Bei Delikten eines Rechtsanwaltes gegen die Rechtspflege (hier: versuchte Bestimmung zur falschen Beweisaussage vor Gericht) ist an sich mit der Strafe der Streichung von der Liste der Rechtsanwälte vorzugehen, von welcher nur in Ausnahmefällen (wie hier) abgesehen werden kann (so ähnlich schon Bkd 38/74).

Normen

DSt 1872 §12 Abs1 litd
DSt 1990 §1 A
DSt 1990 §1 H

Bkd 50/79OGH15.09.1980
Bkd 72/83OGH19.03.1984

Vgl auch

Bkd 33/85OGH10.06.1985

Vgl; Beisatz: Bei rechtskräftiger strafgerichtlicher Verurteilung wegen Begehens der falschen Beweisaussage vor einer Verwaltungsbehörde nach den §§ 12, 289 StGB ist die Disziplinarstrafe der Einstellung der Ausübung der Rechtsanwaltschaft gerechtfertigt. (T1) Veröff: AnwBl 1986,466

Bkd 7/90OGH25.06.1990

Vgl; Beisatz: Einstellung der Ausübung der Rechtsanwaltschaft gemäß § 12 Abs 1 lit c DSt 1872 nach rechtskräftiger Verurteilung wegen § 288 Abs 1 StGB (und anderer Disziplinarvergehen). (T2)

1 Bkd 4/07OGH08.09.2008

Vgl; Beisatz: Hier: Bestimmung eines Angestellten der Disziplinarbeschuldigten zur Falschaussage vor dem Disziplinarrat durch die in diesem Verfahren Disziplinarbeschuldigte ist ein besonders schwerwiegendes Verhalten; Beeinträchtigung von Ehre und Ansehen des Standes bejaht. (T3)

24 Ds 4/25kOGH21.01.2026

Dokumentnummer

JJR_19800915_OGH0002_000BKD00050_7900000_001

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