OGH 6Ob16/76; 2Ob71/25t (RS0099270)

OGH6Ob16/76; 2Ob71/25t26.6.2025

Rechtssatz

Die Ansicht, bei der Prüfung der Frage, welcher von den Übernahmswerbern als Anerbe zu bestimmen ist, sei nicht auf den Zeitpunkt des Todes des Erblassers, sondern auf den Zeitpunkt der Bestimmung des Anerben und auf die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich auftretenden Bewerber abzustellen, weil nur zu diesem Zeitpunkt feststehe, ob Ausschließungsgründe vorlägen und die nach dem Gesetz Berufenen überhaupt als Hofübernehmer auftreten, steht mit keiner gesetzlichen Bestimmung in Widerspruch.

Normen

AußStrG §16 BIII2a
AnerbenG §8

6 Ob 16/76OGH29.07.1976
2 Ob 71/25tOGH26.06.2025

Beisatz: Hier: Zum Zeitpunkt des Vorliegens der Ehegatteneigenschaft nach § 8 AnerbenG. (T1)

Dokumentnummer

JJR_19760729_OGH0002_0060OB00016_7600000_001

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