Rechtssatz
Die Höhe des gemäß § 116 ArbVG fortzuzahlenden Entgelts richtet sich danach, was das Betriebsratsmitglied verdient hätte, wenn es während dieser Zeit (in vollem Umfang) gearbeitet hätte. Zu ersetzen ist nur der mutmaßliche Verdienst, also das, was der betreffende Arbeitnehmer, wenn er nicht eine die Freizeit erfordernde Betriebsratsfunktion bekleidet, sondern gearbeitet hätte, nach dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge, also mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, weiterhin bezogen hätte.
| 9 ObA 133/91 | OGH | 10.07.1991 |
Veröff: SZ 64/99 = ZAS 1992/16 S 131 (Resch) = WBl 1991,392 = Arb 10951 = RdW 1992,20 |
| 9 ObA 227/91 | OGH | 15.01.1992 |
Veröff: Arb 11005 = ZAS 1993/5 S 100 (Trost) |
Dokumentnummer
JJR_19910710_OGH0002_009OBA00133_9100000_008
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