Europäische Unternehmen sehen sich mit zahlreichen bürokratischen Belastungen konfrontiert. Diese erwachsen aus Gesetzen etwa im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und werden durch Goldplating-Maßnahmen oder konzernweite Vereinheitlichungen von Compliance-Regimen verschärft. Inwiefern der Aufsichtsrat dabei die Rolle eines Übersetzers komplexer Regularien in praktikable Handlungsmaximen einnehmen kann und muss, war die zentrale Fragestellung des 14. Österreichischen Aufsichtsratstags. Klar ist: Der Aufsichtsrat soll nicht stiller Beobachter sein, sondern als aktiver Begleiter auf eine sofortige Straffung des normativen Rahmens und auf die Rückkehr zu einer klaren, einfachen Unternehmenssprache hinwirken.

