Der Gedanke, dem eigenen Dasein eine neue Wendung zu geben, mag uns mehrfach im Leben einkommen. Besonders intensiv empfinden wir den Wunsch nach Veränderung, wenn wir den Zenit unseres Lebens überschritten haben. Auch gegen Ende der Erwerbsbiografie haben viele von uns Lust, einfach nochmal etwas Neues zu wagen. Ein Mandat in einem Beirat oder im Aufsichtsrat ist für alle eine inspirierende Vorstellung, die Zukunft mitgestalten und der Welt etwas Sinnvolles zurückgeben möchten. Auch wenn die eigentliche Gremienarbeit jeder und jedem einzelnen ernsthaftes Mittun abverlangt, bringt doch bereits der Gedanke daran einen verheißungsvoll kosmopolitischen Hauch in den manchmal monoton gewordenen Alltag. Direkt aus dem operativen Tagesgeschäft heraus ist es dabei oft gar nicht so einfach, für sich herauszufinden, wo die Reise konkret hingehen soll. Zuweilen gilt es, den gordischen Knoten zu lösen und sich im freien Fall mit sich selbst zu konfrontieren – eine kleine Placement-Ballade über die ersten Schritte auf dem Weg ins Aufsichtsgremium und das Abenteuer, sich neu zu erfinden.

