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§ 4 PrimVG

Aktuelle FassungIn Kraft seit 01.8.2023

Anforderungen an die Primärversorgungseinheit

§ 4.

Die Primärversorgungseinheit hat mit dem Ziel eines für die Patientinnen und Patienten sowie die Gesundheitsdiensteanbieter/innen optimierten Diagnose- und Behandlungsprozesses jedenfalls folgenden Anforderungen zu entsprechen:

  1. 1. wohnortnahe Versorgung, gute verkehrsmäßige Erreichbarkeit,
  2. 2. bedarfsgerechte Öffnungszeiten mit ärztlicher Anwesenheit jedenfalls von Montag bis Freitag, einschließlich der Tagesrandzeiten, abhängig von den regionalen Gegebenheiten ist auch die Akutversorgung an Wochenenden und Feiertagen anzustreben,
  3. 3. Organisation der Erreichbarkeit für Akutfälle außerhalb der Öffnungszeiten in Absprache und Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitseinrichtungen und gegebenenfalls unter Einbindung von Bereitschaftsdiensten,
  4. 4. Einbindung von vorhandenen telemedizinischen, telefon- und internetbasierten Diensten in das Erreichbarkeitskonzept,
  5. 5. Gewährleistung von Hausbesuchen,
  6. 6. Sicherstellung der Kontinuität
  1. a) in der Behandlung und Betreuung insbesondere von chronisch kranken und multimorbiden Patientinnen und Patienten sowie Palliativpatientinnen und -patienten,
  2. b) der Behandlungsabläufe zwischen den Versorgungsstufen und
  3. c) in der Betreuung in anderen Versorgungsbereichen,
  1. 7. barrierefreier Zugang und bedarfsgerechte Sprachdienstleistungen,
  2. 8. Vorhandensein der notwendigen (medizinisch-)technischen und apparativen Ausstattung,
  3. 9. Teilnahme an nationalen Vorsorge- und Screeningprogrammen und an integrierten Versorgungsprogrammen.

Schlagworte

Diagnoseprozess, Vorsorgeprogramm

Zuletzt aktualisiert am

20.07.2023

Gesetzesnummer

20009948

Dokumentnummer

NOR40254156

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